DLRG, Feuerwehr, DRK: Alle Retter in einem Boot

Der Tag der offenen Tür ist jährlich die beste Gelegenheit für die Feuerwehr, um sich den Bürgern zu präsentieren und für das häufig leider noch zu gering geschätzte Ehrenamt Werbung zu machen. So war es auch am Sonntag, als die Pforten der Feuerwache an der Schulstraße geöffnet wurden. Unter anderem konnten die Besucher den gesamten Feuerwehr-Fuhrpark, der aktuell um einen brandneuen Mannschaftswagen erweitert wurde, begutachten. Doch auch für befreundete Vereine war auf dem Hof der Brandschützer Platz und so konnten sich auch die Ortsverbände der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vorstellen. „Kriftel ist diesbezüglich ein besonderer Ort“, erklärte Gemeindebrandinspektor Thomas Rieger, „hier sind die Vereine keine Konkurrenten, sondern eine große Familie.“ Dass man die verbrüderten Rettungsdienste zum Tag der offenen Tür einladen würde, stand daher außer Frage.
Mehr als eine Million Menschen verunglücken jährlich in Deutschland in ihrem häuslichen Umfeld. Laut Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz- und Arbeitsmedizin sind fast 10.000 Unfälle tödlich. „Zu Hause kann jeder von uns völlig überraschend in die Situation kommen, seiner Frau, seinem Kind oder dem Nachbarn ganz schnell helfen zu müssen“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters anlässlich des diesjährigen Welt-Erste-Hilfe-Tages am 9. September 2017. „Deshalb stehen unsere Aktionen in diesem Jahr im Zeichen der Erste Hilfe bei Unglücksfällen in den eigenen vier Wänden. Diese haben in den letzten Jahren stetig zugenommen."